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Der Untergang antiker Völker

Ramses III. wurde in Folge einer Haremsverschwörung wahrscheinlich mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten. Die Destabilisierung Ägyptens aufgrund von Umweltfaktoren, wie Dürren und sozialen Problemen, sowie die immigrierenden Seevölker, waren dabei Faktoren. ZDF/Tom Pridham
Pharao Ramses III. war der Anführer Ägyptens zur Zeit des Zusammenbruches der Bronzezeit. Ein Relief an der Außenwand seiner Grabkammer ist eine der wenigen Quellen, die auf die Seevölker hinweisen. ZDF/Tom Pridham
Während der späten Bronzezeit brachen zahlreiche Königreiche zusammen. Es führt dazu, dass Schriftsysteme verschwanden und Sprachen ausstarben. ZDF/Tobias Lenz, Autorenkomb
Die Seevölker galten für eine lange Zeit als die Hauptverdächtigen hinter dem Zusammenbruch der Bronzezeit. Neue Erkenntnisse zeigen jedoch, dass Immigration nur ein Symptom eines viel größeren Problems war. ZDF/Tom Pridham
Megiddo war die ägyptische Hochburg im Kanaan. Sie liegt in der Jesreel-Ebene, einer besonders fruchtbaren Region. Während der Zeit des Zusammenbruchs der Bronzezeit wurde der Trockenfeldbau ausgeweitet. Ein Zeichen für einen Nahrungsmangel in Ägypten. ZDF/Yoram Millo
Der Zusammenbruch zahlreicher Gesellschaften führt dazu, dass Schriftsysteme verschwanden und Sprachen ausstarben. Nur Teile der materiellen Kultur blieben mit Glück erhalten. ZDF/Yoram Millo
Die Verbindungen per Schiff waren für die Menschen der Bronzezeit sehr wichtig. Der Wohlstand stieg. ZDF/Tobias Lenz, Autorenkomb
Im Toten Meer erhaltene Pollen zeigen Klimaveränderungen in der Vergangenheit. Zum Ende der Bronzezeit sank die Zahl der Pollen dramatisch - ein Anzeichen für eine massive Dürre. ZDF/Yoram Millo

Bronzezeit

Archäologie GB 2021, 45′

Inhalt

Vor mehr als 3000 Jahren - in der Zeit des Trojanischen Krieges - verändert sich das Klima am Mittelmeer. Starke Abkühlung führt zu Dürren und Hungersnöten. Können Zivilisationen überleben? Innerhalb von zwei Generationen gehen entwickelte Kulturen unter. Nach dem Zusammenbruch zahlreicher Gesellschaften verschwinden Schriftsysteme und sterben Sprachen aus. Archäologen und Historiker untersuchen seit über hundert Jahren Gründe für den Kollaps. Die von Klimaforschern und Geowissenschaftlern zusammengetragenen Daten zeigen eine dramatische Entwicklung. Uralte Pollen von Seeböden, Plankton vom Meeresboden und die über Jahrhunderte gebildeten Stalagmiten weisen alle in die gleiche Richtung - eine Periode rapider Abkühlung des Klimas, die Jahrhunderte der Dürre einläuteten. Diese neue Darstellung stellt lang gehegte Annahmen über historische Veränderungen infrage, und sie sind auch eine Warnung für die Gegenwart. Der Einfluss der Natur auf die Geschicke der menschlichen Gesellschaft ist auch heute einschneidend - ob sich das Klima abkühlt oder erwärmt, die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Wandels sind die wahren Bedrohungen für die Menschheit. In der Serie berichten führende Historiker und Archäologen, wie ungewöhnliche Kooperationen mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft und eine Fülle neuer Daten über den Zustand unseres Planeten ihnen erstmalig Erkenntnisse darüber liefern, wie Klima, Krankheiten und Vulkanismus den Lauf der Menschheitsgeschichte beeinflusst haben. Der Film trifft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Beweise aus antiken Pollen, Plankton, menschlicher DNA und den im arktischen Eis eingeschlossenen Rückständen alter Verschmutzung sammeln und sie auswerten. Die Reihe "Der Untergang antiker Völker" zeichnet mit bahnbrechenden Ansätzen die Geschichte nach. Sie befasst sich mit neuesten Daten über die Vergangenheit unseres Planeten und bietet eine völlig neue Perspektive auf die antike Welt von der Bronzezeit bis zum Fall Roms.

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